Michael Tschechow Studio Berlin

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Stücke

 

Die folgenden Theaterstücke wurden in Zusammenarbeit mit den Studenten des MTSB entwickelt. Sie können für Aufführungszwecke beim MTSB angefordert werden.
 
 Die Kunst des Stolperns

Eigenproduktion des theaterforum kreuzberg 1986
Leitung: Jobst Langhans

Ein Märchen über die Sinnfindung nach Motiven
des Japnaischen Märchens "Die Schätze"
(Veröffentlichung in Vorbereitung)

 

 Warum bist Du Romeo? - Shakespeare in Sarajevo

Eine Produktion des Tschechow-Studienjahres 1995/96
Leitung: Jobst Langhans
Michael Tschechow Studio Berlin

Das Stück handelt von einer Theatergruppe, die "Romeo und Julia" im belagerten Sarajevo unter den erschwerten Bedingungen des Krieges einstudiert. Es spielt an einem Frühlingstag, dem Geburtstag einer jungen Schauspielerin. Das bunt zusammengewürfelte Ensemble wurde von seinem Regisseur einige Wochen vor der Premiere verlassen, da er mit seiner kranken Frau ins Ausland geflohen ist.
Eine junge Regisseurin übernimmt das Ensemble und setzt der alten, traditionell und auf Unterhaltung angelegten Inszenierung ein neues Konzept entgegen. Sie möchte den Menschen in Sarajevo keine Zerstreuung und Unterhaltung bieten, sondern zeigen, daß sie ihre eigene Situation durch die Geschichte von "Romeo und Julia" deutlicher begreifen können. Versöhnung nach dem Krieg, inmitten der Trümmer und trotz aller tiefen Verletzungen und des grenzenlosen Hasses, ist ihr konzeptioneller Ansatz: Die Versöhnung der Familien Capulet und Montague in der Gruft über den Leichen von Romeo und Julia soll "wie ein Licht in die graue Stimmung hineinleuchten". Dieser idealistische Anspruch stößt auf Widerstand im Ensemble. Einer der Schauspieler spürt, daß die Regisseurin ihre formulierten Ideal selbst nicht leben kann und versucht ihre "Lebenslüge" aufzudecken. In dem sich zuspitzenden Konflikt, bemüht sich der Musiker des Ensembles um Ausgleich. Er versucht dem Angreifer die "Maske des Zynismus" vom Gesicht zu nehmen, indem er ihn in einen sokrateischen Dialog über Ideale und die Macht der Worte verwickelt.
Am Abend, während der Geburtstagsparty mit Vodka, Witzen, Slapstiks und Tanz, wird die Regisseurin mit der Vergangenheit konfrontiert. In einem der Partygäste erkennt sie einen serbischen Ex-Soldaten, der bei der Deportation ihres Mannes beteiligt war. Haß und der Wunsch nach Rache brechen aus ihr hervor ...

Das Stück wurde bereits von verschiedenen Schulen mit großem Erfolg nachgespielt.
Es kann über das MTSB als PDF-Datei bezogen werden.

 

 Der Traum - Elektra

Eine Produktion des Tschechow-Studienjahres 1997/98
Leitung: Jobst Langhans

Das Stück beschreibt den Konflikt zwischen einer an den Rollstuhl gefesselten Mutter und ihrer Tochter, die sich aus Pflichtgefühl gegenüber der kranken Mutter nicht von ihr lösen kann, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Im Elektramythos findet sie eine ideelle Leidensgenossin, mit der sie sich zunehmend identifiziert. Die Grenze zwischen Mythos und Wirklichkeit hebt sich zunehmend auf. Bei einem Brand kommt die Mutter beinahe ums Leben. Der Verdacht fällt auf die Tochter.
(Veröffentlichung in Vorbereitung)

 

 
 
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